Geschichte(n) über die Braunauer Unterwelt


Direkt unter unseren Füßen liegt eine verborgene und geheimnisvolle Welt voller rätselhafter Gänge, unterirdischer Räume und alter bombensicherer Bunker. Nach alten Erzählungen war Braunau unterirdisch wie eine Wiese, wo der Maulwurf seine Tätigkeit entfaltet hatte.

Viele der Geschichten über die Braunauer Unterwelt sind nur mündlich überliefert und erst später zu Papier gebracht worden. Im Laufe der Zeit entstanden daraus so manche unheimliche Erzählungen, die aber eher in den Bereich der Volkssagen eingereiht werden können.

Es existieren aber tatsächlich alte unterirdische Gewölbe, versteckte Kellerräume und geheime Gänge in Braunau am Inn. Doch diese „Verstecke“ wurden von der Bevölkerung meist errichtet, um in Kriegszeiten ihre Habseligkeiten und auch sich selbst verbergen zu können.

Aber auch dem Bierverbrauch unserer Vorfahren verdanken wir es, dass Braunau noch heute über mehrere unterirdische Kellergewölbe verfügt.

Übrigens, folgender Zeitungsbericht aus der Neuen Warte am Inn vom 4. Juni 1898, „Aufruhr in der Unterwelt“ war Auslöser zur Erforschung derselbigen:
„Vorige Woche wurde in der Johann Fischer Gasse ganz hinten in der Altstadt kanalisiert und die verschiedenen erbgesessenen Rattenfamilien ihres angestammten Wohnsitzes beraubt. Darob gab es große Entrüstung in der ganzen Ratzenwelt. Der älteste ihres Stammes forderte zum Aufstand auf, alle stimmten zu und daraufhin ging‘s in langem Zuge tief unter die Erde der Kirchengasse entlang, wo sie sich jetzt niederlassen wollten, in der besten Hoffnung hier ein dankbareres und ruhigeres Dasein zu finden.“