Die Schwimmschule

Früher mussten sich Kinder und Erwachsene in der Fischerau ein hinter Sträuchern und Bäumen verstecktes Plätzchen suchen, um das Verlangen nach einem erquickenden Bade befriedigen zu können. Beim Herausgehen aus dem grauen Sumpfwasser des Innarmes waren die Badegäste jedoch mit Schlamm bedeckt. Es war also eine sehr primitive Badegelegenheit, die als "ein trüber, stinkender und mit Amphibien reichlich ausgestatteter Tümpel, vulgo Froschlake" bezeichnet wurde (Neue Warte am Inn vom 11. Juli 1885).

Die Schwimmschule

Abbildung: Die alte primitive Badegelegenheit in der Fischerau (Foto privat)

Am 5. Juli 1885 öffnete die städtische Schwimmschule, durch die Braunauer Sparkasse finanziert, ihre Tore. Die neue Schwimmschule, welche nur einige Minuten außerhalb der Stadt gelegen war (heute Busbahnhof Braunau, Kolpingplatz), wurde vom Stadtbach gespeist und hatte eine Durchschnittstemperatur von 21 Grad Celsius.