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Mittwoch, 9. Dezember, 2015

Obfrau zieht positives Resümee zur 20. Kunsthandwerker-Ausstellung

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RANSHOFEN (gei). Zum ersten Mal fand die Ausstellung des innviertlerisch-bayerischen Kunsthandwerks (IBK) in den historischen Räumen von Schloss Ranshofen statt. Auf zwei Etagen zeigten 44 Aussteller zum 20-jährigen Vereinsjubiläum Kosterarbeiten, weihnachtliche Dekorationen, Floristik, Häkelarbeiten, Trachtenschmuck und vieles mehr.

Höchst erfreut über den optimalen Ablauf der Zweitages-Veranstaltung zeigte sich Obfrau Elisabeth Blum am Dienstagabend. “Wir haben diesmal das Ziel des Vorhabens erreicht, da die Hälfte der Aussteller aus dem bayerischen Raum und vor allem aus Simbach sowie auf österreichischer Seite bis tief aus dem Innviertel nach Ranshofen kamen. Dies war vor 20 Jahren die Intension von Edith Paischer, als die IBK durch sie gegründet wurde”, freute sich Blum.

Mittlerweile kommen sogar auch viele Ausstellungsanfragen. So wie es scheint, hat sich der Standortwechsel für die Kunsthandwerker-Ausstellung nicht negativ ausgewirkt. Die neuen Räumlichkeiten werden von den bayerischen und österreichischen Ausstellern und Besuchern bestens angenommen.

Geschäftiges Treiben herrschte in den beiden Etagen an den zwei Verkaufstagen. Einen besonderen Reiz hatten aber auch jene Stände, an denen man die Entstehung der Produkte live miterleben konnte. So zum Beispiel am Stand von Martin Zellhuber aus Simbach, der aus Bienenwachs Kerzen in Eigenproduktion herstellte. Im Bibliothekssaal wurden die Meisterstücke des Kunsthandwerks der letzten 20 Jahre in Glasvitrinen ausgestellt. Zu sehen gab es hier besondere Klosterarbeiten, Holzschnitzerein, Krippenfiguren und Wachsstöckerl sowie Perlenstrickereien.

Text & Fotos: Walter Geiring
Obfrau zieht positives Resümee zur 20. Kunsthandwerker-Ausstellung

Mittwoch, 21. Oktober, 2015

Edith Paischer: Für Kunsthandwerk und Sozialdemokratie

Seit der Pensionierung hat sich die Braunauerin Edith Paischer mit all ihrer Hingabe dafür eingesetzt, dem Kunsthandwerk wieder mehr Bedeutung zu verleihen.

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Edith Paischer Bild: privat

Sie war dabei ebenso beharrlich und erfolgreich wie in ihrem politischen Engagement, das ihr seit früher Jugend ein Anliegen war. 1946 hat sie – wie sie sich in einem OÖN-Interview erinnerte – das SPÖ-Büro in Braunau als Sekretärin aufgebaut. Von 1982 bis 1991 war sie Bundesrätin und vertrat dabei gleichermaßen die Interessen ihrer Partei und der Region Braunau.

Als Zeitzeugin konnte sie fesselnd vom Zweiten Weltkrieg und dem schwierigen Neuanfang der Braunauer SPÖ berichten. Ihre eigene Lebensgeschichte war davon geprägt: In Mauerkirchen als lediges Kind zur Welt gekommen, wuchs sie bei liebevollen Pflegeeltern in Braunau auf, gründete später eine eigene Familie, die ihr sehr wichtig war, zuletzt vor allem ihre Enkel.

Im Jahre 2012 organisierte Konsulentin Edith Paischer die Ausstellung „Innviertlerisch-Bayerisches Kunsthandwerk“ noch selber, dann übergab sie den Verein wohlgeordnet an Nachfolger. Nach einem Schlaganfall musste sie sich aus dem öffentlichen Leben zurückziehen, am 15. Oktober ist sie ruhig für immer eingeschlafen und wird im Kreis der Familie beerdigt. Gäste und Freunde beschenkte sie gern mit teils selbstgefertigen

Kunsthandwerksgegenständen, je nach Jahreszeit mit Ostereiern oder Weihnachtlichem. Auch ihr Totenbild ziert eine Klosterarbeit, „Schlafendes Kind im Paradiesgarten“, ist der passende Titel.

Der Sozialdemokratie blieb Edith Paischer ihr Leben lang eng verbunden. „Wir hatten im Bezirk einmal fast 7000 Mitglieder“, erinnerte sie sich gern auch an bessere Zeiten, die jüngste Wahl konnte sie nicht mehr mitverfolgen. Paischer war Stadträtin, Vizebürgermeisterin und bei der SPÖ-Bezirks- und Frauenorganisation aktiv, bevor sie Bundesrätin wurde. Für ihre Verdienste wurde sie mehrfach geehrt: mit dem Ehrenring der Stadt Braunau, dem Großen Silbernen Ehrenzeichen der Republik Österreich, der Victor-Adler-Plakette – der höchsten Auszeichnung, die die SPÖ vergibt – und dem Titel Konsulentin für ihre heimatkundliche Tätigkeit.

Monika Raschhofer - nachrichten.at
Edith Paischer: Für Kunsthandwerk und Sozialdemokratie

Dienstag, 9. Dezember, 2014

Ein kleiner Markt in Braunau, aber ein besonderer

Kunsthandwerks-Obfrau Elisabeth Blum überschreitet bewusst Grenzen.

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Elisabeth Blum Bild: (mora)

Aussteller aus dem Innviertel und dem angrenzenden Bayern teilen sich die Standplätze im Foyer des Braunauer Stadttheaters freundschaftlich. „Wir brauchen die Aussteller von drüben wegen ihres Angebots“, ist Elisabeth Blum das grenzüberschreitende Miteinander wichtig. Seit zwei Jahren ist sie Obfrau des Vereins Innviertlerisch-Bayerisches Kunsthandwerk (IBK) und setzt die Traditionen fort, die Gründerin und Ehrenobfrau Edith Paischer, selber Kunsthandwerkerin und ehemalige Bundesrätin, und Vorgänger Johann Resl begonnen haben.

Dass es auch feine Sterne aus Gras gibt, die sich als Christbaumschmuck eignen, und Schmuck aus Papierperlen ist Elisabeth Blum wichtig. „Wir brauchen neben dem traditionellen auch modernes hochwertiges Kunsthandwerk“, sagt die 50-jährige Lehrerin aus Braunau. Sie näht gern, bedauert aber, dass sie dafür momentan kaum Zeit hat. Dass die Besucher nicht nur kaufen, sondern auch bei der Arbeit zuschauen können, sei wesentliches Element des Kunsthandwerksmarkts, den es seit 1995 grenzüberschreitend gibt. Zwei Schuster, eine Schneiderin und eine Stoffdruckerin arbeiten diesmal vor Ort.

„Unser Publikum hat Sinn für den Aufwand, den man betreiben muss, um besondere Handwerksstücke herzustellen. Es bleibt stehen, schaut zu und ist auch bereit, mehr zu zahlen für diese Waren“, erklärt Blum, die die besondere Atmosphäre des kleinen Marktes schätzt.

Das grenzüberschreitende Element der Vereinstätigkeit möchte die neue Obfrau in Zukunft noch stärker betonen. „Richtig gefischt bin ich worden“, bewertet sie den Vorgang, als sie zur Obfrau wurde. Bei Edith Paischer habe sie am IBK-Markt eingekauft, da sei sie von der Gründerin gefragt worden ist, ob sie nicht im Vereinsvorstand mitarbeiten wolle. Doch dann sei sie eigentlich sofort als Obfrau vorgeschlagen und in die Funktion gewählt worden, erzählt Elisabeth Blum schmunzelnd.

Monika Raschhofer - nachrichten at

Ein kleiner Markt in Braunau, aber ein besonderer