Informationen zum QR-Code-Workshop

Als E-Learning-/IT-Betreuerin habe ich mich bereits vor mehreren Jahren mit den sogenannten Quick Response Codes auseinandergesetzt. Ein QR-Code (Englisch für „Quick Response“ bedeutet „schnelle Antwort“) ist eine Form der Verschlüsselung, um Web-Adressen oder kürzere Textnachrichten zu codieren. Die Quick Response Codes übernehmen somit die Rolle der Hyperlinks aus dem Internet. Anstatt den Hyperlink mit der Maus anzuklicken, benutzen die Schülerinnen und Schüler ihr Smartphone oder Tablet, um den QR-Code zu scannen und gelangen mit nur einem Klick zu den gewünschten Informationen. Lästiges und fehleranfälliges Eintippen, sowie unnötiges und zeitaufwendiges Suchen im mobilen Internet gehören somit der Vergangenheit an.

Mittlerweile verfügen alle aktuellen mobilen Endgeräte (Smartphones, Tablets u.ä.) über eine eingebaute Kamera und einen vorinstallierten QR-Code Reader, welcher das Auslesen von QR-Codes auf einfache Art und Weise ermöglicht. Für viele weitere mobile Endgeräte steht eine entsprechende Reader-Software kostenlos im Internet zum Download bereit.

Deshalb war es naheliegend QR-Codes als eine Art moderne Geheimschrift im Unterricht einzusetzen und so wurde der QR-Code-Workshop ins Leben gerufen. Dabei werden die QR-Codes im Schulgebäude, im Schulgarten und auch auf Unterrichtsblättern eingesetzt und die Schülerinnen und Schüler können mithilfe ihrer Smartphones oder Tablets Zusatzinformationen abrufen.

Wie schon erwähnt sind die meisten Smartphones oder Tablets bereits mit einer eingebauten Kamera und auch mit dem entsprechenden QR-Code Reader ausgestattet. Ist dieses Programm jedoch noch nicht auf den Smartphones oder Tablets der Schülerinnen und Schüler vorhanden, müssen die Lehrerinnen und Lehrer beim Herunterladen und Installieren der kostenlosen Reader-Software behilflich sein. Um zeitaufwendige Vorbereitungsarbeiten zu vermeiden, empfiehlt sich der Einsatz von schuleigenen Smartphones oder Tablets, die für diese Art der modernen Informationsvermittlung bereits ausgerüstet sind.

Die Durchführung dieses Unterrichts der etwas anderen Art ist dann aber denkbar einfach. Um die Zusatzinformationen abrufen zu können, brauchen die Schülerinnen und Schüler nur den QR-Code Reader starten und ihr Smartphone oder Tablet auf den QR-Code richten. Dieser wird automatisch eingescannt und schon werden sie auf die entsprechende Webseite weitergeleitet. Dieser Vorgang wird im nachfolgenden Bild noch einmal verdeutlicht.

Taggingprozess

Da die QR-Codes ähnlich wie eine Geheimschrift funktionieren, geheime Botschaften werden entschlüsselt, regt deren Einsatz die Fantasie an, vermittelt zusätzlich aber auch Informationen und motiviert die Schülerinnen und Schüler neues Wissen in Form von QR-Codes abzurufen.

Weiterhin folgen die QR-Codes dem Prinzip der Einfachheit, indem sie den Nutzerinnen und Nutzern lokal nicht verfügbares Wissen durch ein paar einfache Klicks zur Verfügung stellen. Es müssen also keine technischen Hürden überwunden werden, um in das Projekt einzusteigen, sodass der Aufforderungscharakter sehr hoch ist. Schülerinnen und Schüler sind an das Benützen von Smartphones oder Tablets gewöhnt und werden sich deshalb leicht mit dem für sie neuen Programm vertraut machen.

Linda Leung  (2008, pp. 15-22) postuliert einen impliziten Lernprozess in jeder digitalen Erfahrung. Es darf also davon ausgegangen werden, dass durch die Benützung der zur Verfügung gestellten Smartphones oder Tablets und dem Abrufen der QR-Codes bereits ein Lerneffekt stattfindet. 

Verwendete Literatur:
  • Leung, Linda (2008) Users as Learners: Rethinking Digital Experiences as Inherently Educational. In: Leung, Linda (ed.): Digital Experience Design: Ideas, Industries, Interaction. Chicago 2008, pp. 15-22.